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Stadtadler-Einsatz bei Ski-WM in Seefeld

Das kommt nur alle paar Jahrzehnte vor: Nordische Skiweltmeisterschaften auf heimischen Boden. Naim Stanfel, unser 19-jähriger Stadtadler aus Pressbaum in Niederösterreich, springt derzeit dort, wo der deutsche Goldgewinner Markus Eisenbichler, unsere österreichischen Silberathleten Stefan Kraft, Michael Hayböck, Daniel Huber und Philipp Aschenwald oder der japanische Vierschanzentournee-Sieger Ryoyo Kobayashi um Medaillen und den Weltmeistertitel kämpfen. Naim ist offiziell als Vorspringer bei der Ski-WM in Seefeld im Einsatz. „Das ist schon eine besondere Ehre – so oft kommt eine Weltmeisterschaft daheim ja nicht vor.“

Vorspringer sind vor und während der Skisprunglauf-Bewerbe im Einsatz. Unmittelbar vor den beiden Durchgängen und immer dann, wenn wegen des Windes oder eines Sturzes der Wettkampf unterbrochen war, schickt die Jury Vorspringer über die Schanze, die den ordnungsgemäßen Zustand für die WM-Teilnehmer testen. Für Naim ist es nicht das erste Mal als Vorspringer. Er war in den letzten Jahren auch schon bei der Vierschanzentournee in Bischofshofen oder beim Skifliegen am Kulm im Einsatz. Bei diesen Weltmeisterschaften springt er sowohl auf der Großschanze am Bergisel in Innsbruck als auch auf der Normalschanze, der Toni-Seelos-Olympiaschanze in Seefeld.

Naim springt seit seinem sechsten Lebensjahr bei den Wiener Stadtadlern, dem einzigen Skisprungclub in Niederösterreich und Wien. Zur Vorspringer-Ehre kommt er durch seine Zeit am berühmten Schigymnasium Stams. „Natürlich sagt man da nicht Nein, wenn sichs irgendwie mit meinem eigenen Wettkampfkalender als aktiver Athlet vereinbaren lässt. Es ist dann ein Genuss, ein Abschalten vom Trainingsalltag und ein ganz besonderes Erlebnis, mit der Weltelite im Skisprungsport oben zu stehen und dann vor tausenden Zuschauern über die Schanze zu springen.“